Abiturprüfungen - stete Bewertung der aktuellen Situation nötig

Donnerstag, 26. März 2020, 10:50 Uhr
Abiturprüfungen - stete Bewertung der aktuellen Situation nötig
26.03.2020



„Der TPhV begrüßt das einheitliche Vorgehen der Kultusminister der Länder zu Regelungen für die diesjährigen Abiturprüfungen.“ so Heike Schimke, Vorsitzende des TPhV.
Ansonsten könnten für Schüler Nachteile entstehen bei der Bewerbung für Studiengänge und bei der Studienplatzvergabe, so die Verbandsvorsitzende weiter.

In Hessen und Rheinland- Pfalz finden derzeit bereits Abiturprüfungen statt. In vielen Bundesländern, so auch in Thüringen, wurden die Abiturprüfungen erst einmal verschoben. Ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer ist nach Ansicht des TPhV sinnvoll und wichtig, um Nachteile für Schüler zu vermeiden.

„Ob und wann die Abiturprüfungen durchgeführt werden können, hängt von der Bewertung der jeweils aktuellen Situation ab.“, so Heike Schimke. „Sollte eine Verschiebung der Abiturprüfungen nicht mehr möglich sein, so müssen alle Bundesländer gemeinsam darüber nachdenken, wie und unter welchen Bedingungen Abschlüsse dennoch zuerkannt werden können. Dies ist jedoch die letzte Option.“

Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, hatte für diese letzte Option klargestellt, dass die Bildung von Abiturnoten theoretisch aus den Vorleistungen der Schüler möglich sei. Sie begründete dies mit der Tatsache, dass zwei Drittel der Abiturnote bereits durch die Leistungen in den Kursen erbracht worden seien und das letzte Drittel der Prüfungsleistungen aus den vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnet werden könnte.

Heike Schimke abschließend: Der TPhV stimmt in dieser Hinsicht dem DPhV zu: "Wir könnten, wenn es notwendig ist, auch ein Abitur ohne Abiturprüfungen hinbekommen. Dies sollte jedoch die Ultima Ratio sein."



Heike Schimke ist für Stellungnahmen unter der Telefonnummer
01573 28 77 507 zu erreichen.

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