Neid? Nein!

Dienstag, 20. November 2018, 15:17 Uhr
Neid? Nein!
Wir führen eine Gerechtigkeitsdebatte!
20. November 2018

Der Thüringer Philologenverband fordert Besoldungsgerechtigkeit.
Nicht mehr und nicht weniger!

Auf der Landesdelegiertenversammlung des tlv am 16. November 2018 in Zeulenroda hat Ministerpräsident Bodo Ramelow in seiner Rede dem TPhV eine Neiddiskussion vorgeworfen: Die Philologen würden den Kolleginnen und Kollegen anderer Schularten die Angleichung nicht gönnen.

„Diese Reduzierung der Diskussionen um das Besoldungsgesetz ist unlauter“, so Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes. „Wenn der TPhV den Regelschullehrkräften die A 13 nicht gönnen würde, hätte er wohl kaum einen entsprechenden Antrag von tbb und GEW an die Landesregierung mit seiner Unterschrift unterstützt! Wogegen der Thüringer Philologenverband berechtigt protestiert, ist die Tatsache, dass diese Angleichung allein auf Kosten der Gymnasial- und Berufsschullehrkräfte (Lehrkräfte im höheren Dienst) erfolgt, da für diese de facto gleichzeitig Beförderungen und Höhergruppierungen abgeschafft worden sind.“

„Es ist auch unlauter, Lehrergruppen gegeneinander auszuspielen“, so Heike Schimke weiter.

Herr Ramelow und die Landesregierung sollten sich einmal folgende Fragen stellen:

1. Ist es gerecht, dass eine Gruppe von Lehrkräften keinerlei Anerkennung für die Arbeitsleistungen der letzten 28 Jahre erhalten soll?

2. Ist es gerecht, dass in den anderen Bundesländern Gymnasiallehrer (und auch Berufsschullehrer) in der Regel nach 15 Jahren in die A 14 befördert worden sind und dass dagegen in Thüringen die Gymnasiallehrkräfte geschlossen mit dem Eingangsamt in Pension gehen?


Heike Schimke ist für Stellungnahmen unter der Telefonnummer
01573 28 77 507 zu erreichen.
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