Neues Schuljahr, viele Herausforderungen
Sonntag, 16. August 2026, 11:46 Uhr
Auch im neuen Schuljahr gibt es zahlreiche Herausforderungen, vor denen die Kolleginnen und Kollegen an Thüringens Schulen stehen.
Die Thüringer Philologen erkennen durchaus an, dass zum Schuljahresbeginn 400 Lehrkräfte mehr eingestellt wurden als in den Ruhestand gegangen sind. Dennoch gibt es an den Gymnasien weiterhin nicht unerhebliche Unterrichtskürzungen durch ungedeckte Bedarfe und Abordnungen an andere Schularten.
Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes:
Das bereitet uns große Sorgen. Im vergangenen Schuljahr haben etwa 10 Prozent der Schülerinnen und Schüler die besondere Leistungsfeststellung (BLF) in der 10. Klasse nicht bestanden. Schlechte Leistungen in der BLF dürfen auch bei einer Änderung der Schulordnung nicht zum Regelfall werden! Und wie soll unter diesen Umständen die Qualität der gymnasialen Oberstufe und des Abiturs gesichert werden?
Der TPhV kritisiert außerdem, dass die neuen Lehrpläne erst jetzt, kurz vor Schuljahresbeginn, den Schulen zur Verfügung gestellt wurden. Heike Schimke: Die nötigen Veränderungen in der Planung können die Lehrkräfte nun nicht mehr in der Vorbereitungswoche vornehmen, sondern müssen dies im laufenden Betrieb auch noch irgendwie unterbringen. Auch Absprachen in und zwischen den Fachschaften sind so sehr schwierig.
Eine angekündigte und stark kritisierte Mehrbelastung erwartet im neuen Schuljahr die Lehrkräfte im Alter von 56 bis 59 Jahren, denen nun die Altersabminderungsstunden gestrichen werden. An diese Maßnahme sollen Entlastungsmaßnahmen für Lehrkräfte gekoppelt sein. Die versprochenen Entlastungsmaßnahmen sind jedoch bisher nur in Ansätzen zu sehen, konstatiert Heike Schimke.
Alles in allem wird es wieder ein sehr herausforderndes Schuljahr.
Der Thüringer Philologenverband wünscht allen Lehrkräften in Thüringen einen guten Start.