Verbandsgeschichte

Gründung des Thüringer Philologenverbandes: 24. Juli 1990, Ilmenau

1. Landesvorstand

Vorsitzende: Petra Mahr, Ilmenau (wechselte 1991 an eine Regelschule und trat daher als Vorsitzende zurück)
Stv. Vorsitzende: Susanna Fux, Ilmenau
Schatzmeister: Dr. Wilfried Zappe, Ilmenau
Beisitzer: Fred Albrecht, Schleusingen – Öffentlichkeitsarbeit, Zeitung
Ralph Hepp, Erfurt – Junge Philologen
Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen – Personalvertretungsrecht
Alfons Kruse, Leinefelde – Bildungspolitik

2. Landesvorstand (Vertretertag 4. April 1992, Reifenstein)

Vorsitzender: Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen
Stv. Vorsitzende: Susanna Fux, Ilmenau
Schatzmeister: Wolfgang Häfner, Leinefelde
Beisitzer: Fred Albrecht, Schleusingen – Öffentlichkeitsarbeit, Zeitung
Ralph Hepp, Erfurt – Junge Philologen
Alfons Kruse, Leinefelde – Bildungspolitik

3. Landesvorstand (Vertretertag 10. Juli 1993, Suhl)

Vorsitzender: Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen
Stv. Vorsitzende: Susanna Fux, Ilmenau
Schatzmeister: Wolfgang Häfner, Leinefelde
Beisitzer: Fred Albrecht, Schleusingen – Öffentlichkeitsarbeit, Zeitung
Dr. Rainer Ehrhardt, Hildburghausen – Bildungspolitik
Martina Küttner, Gotha – Junge Philologen
Ludwig Müller, Nordhausen – Personalvertretungrecht
Joachim Schmidt, Suhl – Öffentlichkeitsarbeit

4. Landesvorstand (Vertretertag 7. September 1996, Erfurt)

Vorsitzender: Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen
Stv. Vorsitzende: Susanna Fux, Ilmenau
Schatzmeister: Wolfgang Fleischmann, Greiz
Beisitzer: Fred Albrecht, Schleusingen – Öffentlichkeitsarbeit, Zeitung
Dr. Rainer Ehrhardt, Hildburghausen – Bildungspolitik
Dr. Albrecht Klose, Nordhausen – Bildungspolitik
Erik Onnen, Nordhausen – Junge Philologen
Annerose Wiesenburg, Ruhla – Frauenpolitik

5. Landesvorstand (Vertretertag 8. Oktober 1999, Erfurt; Nachwahlen auf der Hauptvorstandssitzung am 13. Januar 2001 in Erfurt)

Vorsitzender: Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen
Stv. Vorsitzende: Susanna Fux, Ilmenau († 28. August 2000)
Heike Schimke (ab 13. Januar 2001)
Schatzmeister: Wolfgang Fleischmann, Greiz
Beisitzer: Fred Albrecht, Schleusingen – Zeitung (bis 13. Januar 2001)
Dr. Albrecht Klose, Nordhausen – Bildungspolitik
Erik Onnen, Nordhausen – Junge Philologen, Presse
Edeltraud Schafhauser, Erfurt – Versicherungsfragen
Heike Schimke, Erfurt – Rechtsfragen (ab 13. Januar 2001 auch stv. Vorsitzende)
Karin Hellige, Ilmenau – Tarif- und Alterssicherungsfragen (ab 13. Januar 2001, zuvor kooptiert)
Bettina Würbach, Erfurt – Frauenpolitik, Junge Philologen (ab 13. Januar 2001, zuvor kooptiert)

7. Landesvorstand (Vertretertag 6. September 2002, Erfurt)

Vorsitzender: Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen
Stv. Vorsitzende: Heike Schimke, Erfurt
Schatzmeister: Wolfgang Fleischmann, Greiz
Beisitzer: Ingolf Eckhardt, Greiz (bis Oktober 2003 – Rücktritt) – Bildungspolitik
Ute Fischer, Erfurt – Versicherungsfragen
Karin Hellige, Ilmenau – Tarif- und Alterssicherungsfragen
Erik Onnen, Nordhausen – Presse, Junge Philologen
Bettina Würbach, Erfurt – Frauenpolitik, Junge Philologen
Dr. Kerstin Denzin, Ilmenau – Bildungspolitik (Oktober 2003 kooptiert)
Andreas Jantowski, Greiz – Bildungspolitik (Oktober 2003 kooptiert)

8. Landesvorstand (Vertretertag 16. September 2005, Erfurt)

Vorsitzender: Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen
Stv. Vorsitzende: Heike Schimke, Erfurt
Schatzmeister: Thomas Gaßmann, Bleicherode
Beisitzer: Dr. Kerstin Denzin, Ilmenau – Bildungspolitik
Ute Fischer-Salzwedel, Erfurt – Versicherungsfragen
Andreas Jantowski, Greiz – Bildungspolitik
Karin Hellige, Ilmenau – Tarif- und Alterssicherungsfragen
Michael Kirbach, Greiz – Junge Philologen
Erik Onnen, Nordhausen – Presse
Bettina Würbach, Erfurt – Frauenpolitik

9. Landesvorstand (Vertretertag 19. September 2008, Erfurt)

Vorsitzender: Ralf-Gerhard Köthe, Nordhausen
Stv. Vorsitzende: Heike Schimke, Erfurt
Schatzmeister: Thomas Gaßmann, Bleicherode
Beisitzer: Ines Musch, Ilmenau (kooptiertes Mitglied) – Bildungspolitik
Ute Fischer-Salzwedel, Erfurt – Service
Heiko Krüger, Ilmenau – Tarif- und Alterssicherung
Sven Luther, Bleichrode – Junge Philologen
Erik Onnen, Nordhausen – Presse
Bettina Würbach, Erfurt – Frauenpolitik

Ziele der Verbandsarbeit von Anfang an:

  • Ausbau des gegliederten Schulsystems, Profilierung der Gymnasialbildung
  • Wahrnehmung der Standesvertretung für die Gymnasiallehrer/Innen
  • Anerkennung der nach DDR-Recht erworbenen Abschlüsse, Gleichstellung mit den Gymnasiallehrern/Innen „West“
  • Angleichung der Besoldung Ost an West
  • Verbeamtung
  • Schaffung von Funktionsstellen


Auswahl von Schwerpunkten der verbandspolitischen Arbeit Kampf gegen die „freiwillige Zwangsteilzeit“ von 1996 bis in die Gegenwart

Im November 1996 schlossen Kultusministerium (KM Dieter Althaus, CDU) und GEW eine Vereinbarung, „Angebote zur Erreichung einer sozialverträglichen Personalentwicklung im Geschäftsbereich des Thüringer Kultusministeriums“ (sog. „Floating“-Modell). Der TPhV unterschrieb die Vereinbarung nicht, da sie das Gymnasium benachteiligt.

Zum 31. Dezember 1998 nahmen etwa zwei Drittel der Gymnasiallehrer nolens volens das „Angebot“ an: Teilzeitbeschäftigung (1999 bis 2003: 90 Prozent, 2003 bis 2008: 80 Prozent, 2008 bis 2012: 70 Prozent, 2012 bis 2014: 80 Prozent), dafür Kündigungsschutz.

Im Zusammenhang mit dem „Floating“-Modell ergaben sich verstärkt Spannungen innerhalb der Kollegien zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern. Die von der GEW und dem TKM unisono vertretene Propaganda („solidarische“ gegen „unsolidarische“ Kollegen) fiel zu oft auf fruchtbaren Boden.

Teilnehmer am „Floating“-Modell können in Teilzeit (80 Prozent) verbeamtet werden, die Anträge von Nichtteilnehmern werden zunächst nicht berücksichtigt.

1999: Seminarfach

Das Seminarfach wurde 1999 eingeführt. Es umfasst theoretischen Unterricht in Kl. 10, die Erstellung (Klassen 11 und 12) und Verteidigung (Klasse 12) einer fächerübergreifenden Seminararbeit (Gruppenarbeit). Die Seminarfachleistung kann in die Abiturqualifikation eingebracht werden. Der TPhV ist mit der Einführung an sich einverstanden, bemängelt aber, dass das Seminarfach nur eingeführt wurde, um das 13. Schuljahr einzusparen, und vor allem, dass den Kollegen ein erheblich erhöhter Arbeitsaufwand aufgebürdet wird, der gar nicht oder nur unzureichend durch Abminderungsstunden aufgefangen wird.

2000 bis 2001: „Personalentwicklungskonzept“ – Kündigungen

In den Beratungen zum Doppelhaushalt 2001/02 legt die CDU-Landesregierung (Dez. 2000) fest, dass bis zum Jahre 7.250 Lehrerstellen (von knapp 30.000) abgebaut werden sollen, und zwar (Winter/Frühjahr 2001) auch durch Beendigungskündigungen (an den Grundschulen – alle Nichtteilnehmer am „Floating“-Modell). In ersten Arbeitsgerichtsverfahren (Sommer 2001) erreichen jedoch die Kollegen ihre Weiterbeschäftigung. Vom Herbst 2001 an werden Vergleiche geschlossen (Weiterbeschäftigung in Teilzeit analog den Bedingungen der Teilnehmer am „Floating“-Modell). Kündigungen sind mittelfristig auch an Gymnasien vorgesehen, obwohl dort in vielen Fächern bereits Lehrermangel besteht. Die Gräben in den Kollegien vertiefen sich dadurch. Der TPhV muss ausgleichend zwischen Teilnehmern und Nichtteilnehmern wirken. Verschärfung des Tonfalls in der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen TKM und Lehrerverbänden. Die Landesregierung, mit der absoluten Mehrheit ausgestattet, zeigt keinerlei Gesprächsbereitschaft, sondern vertritt eine harte Linie. Ein hoher Preis für den Imagegewinn und Erhöhung des Bekanntheitsgrades des TPhV, der in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird als „die einzigen, die sagen, wie es wirklich ist“.

2001 bis 2002: Tarifverhandlungen zur Personalentwicklung

Nach dem für die Landesregierung ungünstigen Ausgang der Arbeitsgerichtprozesse beginnen im Herbst 2001 Verhandlungen zwischen TKM, Gewerkschaften und Verbänden. Kündigungen werden ausgeschlossen. Nach erfreulichen Signalen zum Auftakt kommen jedoch im Frühjahr 2002 zunächst ernüchternde, nicht annehmbare Vorschläge aus dem TKM. Nach der Bluttat am Gutenberg-Gymnasium gelangt das TKM zu der Erkenntnis, dass Einsparungen im Bildungsbereich nicht sinnvoll sind. Im Dezember 2002 wird eine Richtlinie zur Verbeamtung veröffentlicht, nach der nun alle, die es wünschen, in Teilzeit (80 Prozent) verbeamtet werden können. Damit folgt das TKM den immer wieder geäußerten Vorschlägen des TPhV.

2002 bis heute

Umsetzung der Altersteilzeit als sinnvoller Weg zum Personalabbau, wobei die fachliche Absicherung des Unterrichts bei gleichzeitiger Neueinstellung junger Kolleginnen und Kollegen Berücksichtigung findet. Ermöglichung der Erhöhung von Beschäftigungsumfängen, um Engpässe in der Unterrichtsabsicherung abzufangen, Klassen- und Kursgrößen klein zu halten und die Berücksichtung zentraler pädagogischer Aufgaben (zum Beispiel durch Klassenleiterstunden) anrechenbar zu machen.